Zur Sanierung des Opernhauses

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, die nicht gesicherte Versorgung mit fossiler Energie verbunden mit drastischen Kostensteigerungen haben andere wichtige Aufgaben in den Hintergrund gedrängt. So auch die seit langem geplante Sanierung unserer Staatstheater. Zwar haben der Gemeinderat vor einem Jahr mit breiter Mehrheit einen Grundsatz Beschluss gefasst und die Regierungskoalition im Koalitionsvertrag die Sanierung als gemeinsame Aufgabe festgelegt. Doch leider geht die konkrete Umsetzung sehr langsam voran. Eine verbindliche Finanzierungsvereinbarung zwischen Land und Stadt ist nach wie vor nicht zu Stande gekommen. Vor allem scheint die CDU-Landtagsfraktion Baden-Württemberg angesichts der finanziellen Dimension und der Unsicherheiten über weitere Preissteigerungen sehr zurückhaltend zu sein. Immerhin hat die Landesregierung einen wichtigen Schritt beschlossen: So soll die für die weiteren Planungen und Kostenberechnungen notwendige Projektgesellschaft im Januar ihre Arbeit aufnehmen.

Bei unseren Gesprächen mit Verantwortlichen von Stadt und Land haben wir nachdrücklich darauf hingewiesen, dass die Zukunft der Staatstheater zu einem Gemeinschaftsprojekt der Bürgerinnen und Bürger aus der Metropolregion Stuttgart werden muss. Es geht eben nicht nur um Informationen über die Notwendigkeit der Sanierungsmaßnahmen, sondern auch um Diskussionen zur Bedeutung der Staatstheater für unsere gesellschaftliche Entwicklung und für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Metropolregion Stuttgart. 

Ebenso brauchen wir Diskussionen über das Theater der Zukunft angesichts wachsender Konkurrenz durch intelligente digitale Medien. Die holographische ABBA Show in einem eigenen Theater in London ist nur ein Beispiel für neue digitale Formate. Wie bei der letzten Mitgliederversammlung beschlossen, wollen wir uns gerne in die – leider nach wie vor nicht vorhandene- Kommunikationsstrategie von Land und Stadt einbringen und durch hybride Veranstaltungsformate vor allem auch junge Menschen ansprechen.

An dieser Stelle danken wir Ihnen für Ihre Zuschriften und Bereitschaft sich mit einzubringen und werden Sie über die Möglichkeiten dazu informieren.

– Der Vorstand –

Prof. Dr. Wolfgang Schuster
Ulrich Dietz
Anja Arends
Dr. Ingrid Hamm
Ariane Piëch